Begriffe verstehen
Fachwörter, über die ich selbst lange gestolpert bin. Kurz und in einfachen Worten erklärt.
A
- ADHS(Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung)
- Neurodivergenz
- Ein Gehirn, das Aufmerksamkeit, Antrieb und Reize anders reguliert. Nicht zu wenig Konzentration, sondern eine, die sich schlecht nach Plan einschalten lässt.
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- Arbeitsgedächtnis
- Neurodivergenz
- Der kleine Notizblock im Kopf, auf dem wir Dinge kurz festhalten. Bei ADHS ist er oft schneller voll und vergisst leichter, was gerade noch drauf stand.
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- Asthma
- Körper & Belastung
- Die Atemwege reagieren empfindlich und verengen sich zeitweise. Das Atmen fühlt sich dann eng an, oft begleitet von Husten oder einem pfeifenden Geräusch.
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- AuDHS
- Neurodivergenz
- Wenn Autismus und ADHS gleichzeitig da sind. Zwei Bedürfnisse, die sich manchmal widersprechen: Routine und Ruhe auf der einen Seite, Neues und Reize auf der anderen.
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- Aura
- Nervensystem
- Vorübergehende Wahrnehmungsstörungen vor oder während einer Migräne, etwa flimmernde Zacken, Lichtblitze oder Kribbeln. Sie vergehen meist innerhalb einer Stunde wieder.
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B
- Body Doubling
- Neurodivergenz
- Es fällt leichter, etwas zu tun, wenn ein anderer Mensch einfach dabei ist. Nicht als Kontrolle, sondern als ruhiger Anker.
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- Brain Fog(Gehirnnebel, Hirnnebel)
- Wechseljahre & Hormone
- Der englische Begriff für Gehirnnebel: das Gefühl, durch Watte zu denken. Wörter fehlen, Gedanken reißen ab, Konzentration fühlt sich zäh an.
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C
- Chronisch
- Körper & Belastung
- Beschreibt Beschwerden, Schmerzen oder Erkrankungen, die nicht nach wenigen Tagen wieder verschwinden, sondern über Monate, Jahre oder dauerhaft bleiben, oft in Wellen mit besseren und schlechteren Phasen. Das Gegenteil von akut.
D
- Dissoziation
- Nervensystem
- Ein Schutzmodus, in dem man sich wie neben sich stehend fühlt. Die Umgebung wirkt fern oder unwirklich, weil das Gehirn gerade auf Abstand geht.
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- Dopamin
- Neurodivergenz
- Ein Botenstoff im Gehirn, der unter anderem bei Antrieb und Belohnung mitspielt. Bei ADHS wird er anders verarbeitet, deshalb fällt Anfangen bei langweiligen Aufgaben so schwer.
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E
- Exekutive Dysfunktion
- Neurodivergenz
- Wenn Planen, Anfangen, Umschalten und Dranbleiben nicht zuverlässig funktionieren. Man weiß, was zu tun ist, kommt aber nicht in die Umsetzung.
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F
- Fatigue
- Körper & Belastung
- Eine tiefe Erschöpfung, die mit normaler Müdigkeit wenig zu tun hat. Schlaf allein bringt die Kraft oft nicht zurück.
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- Fibromyalgie
- Körper & Belastung
- Lang anhaltende Schmerzen an vielen Stellen im Körper, oft zusammen mit Erschöpfung und schlechtem Schlaf. Die Schmerzverarbeitung im Nervensystem ist dabei verstärkt.
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G
- Gehirnnebel(Brain Fog)
- Wechseljahre & Hormone
- Das Gefühl, durch Watte zu denken. Wörter fehlen, Gedanken reißen ab, Konzentration fühlt sich zäh an. Kann viele Ursachen haben, zum Beispiel Hormone, Schlafmangel oder Erschöpfung.
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H
- Hitzewallungen
- Wechseljahre & Hormone
- Plötzliche Hitzeschübe, oft mit Erröten und Schwitzen. Ein bekanntes Begleitbild der Wechseljahre, das auch den Schlaf stören kann.
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- Hormonersatztherapie(HET)
- Wechseljahre & Hormone
- Die ärztlich begleitete Gabe von Hormonen in den Wechseljahren. Ob sie infrage kommt, ist immer eine individuelle Entscheidung mit der Ärztin oder dem Arzt.
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- Hyperfokus
- Neurodivergenz
- Wenn etwas so spannend ist, dass Zeit, Hunger und Umgebung verschwinden. Die andere Seite derselben Aufmerksamkeitsregulation, die sonst so schwer anspringt.
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I
- Interozeption
- Nervensystem
- Die Wahrnehmung von innen: Hunger, Durst, Müdigkeit, Herzklopfen. Bei manchen ist dieses Signal leiser oder schwerer zu deuten.
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M
- Masking(Camouflaging, Maskieren)
- Neurodivergenz
- Das ständige Anpassen nach außen, um nicht aufzufallen. Funktioniert oft erstaunlich gut und kostet dafür erstaunlich viel Kraft.
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- Meltdown
- Nervensystem
- Ein Zusammenbruch nach außen, wenn das Nervensystem überläuft. Weinen, Schreien oder Wut, die nicht steuerbar sind. Kein Trotz, sondern Überlastung.
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- Menopause
- Wechseljahre & Hormone
- Der Zeitpunkt der letzten Regelblutung. Rückblickend festgestellt, wenn zwölf Monate lang keine mehr kam.
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N
- Neurodivergenter Burnout
- Neurodivergenz
- Eine tiefe Erschöpfung nach Jahren des Anpassens und Funktionierens. Fähigkeiten, die sonst klappten, gehen zeitweise verloren, und Erholung braucht oft viel länger als bei gewöhnlicher Müdigkeit.
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- Neurodivergenz
- Neurodivergenz
- Ein Sammelbegriff für Gehirne, die anders arbeiten als die Mehrheit, zum Beispiel bei ADHS oder Autismus. Anders heißt nicht kaputt.
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- Neurotypisch
- Neurodivergenz
- Der unauffällige Name für Gehirne, die so funktionieren, wie es die Mehrheit erwartet. Der Maßstab, an dem Neurodivergente oft gemessen werden.
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O
- Östrogen
- Wechseljahre & Hormone
- Ein Hormon, das weit mehr als den Zyklus beeinflusst, auch Stimmung, Schlaf und Denken. Sinkt es in den Wechseljahren, können sich auch ADHS Beschwerden verstärken.
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P
- Pacing
- Körper & Belastung
- Die eigene Kraft bewusst einteilen, statt alles an guten Tagen zu verbrauchen. Ein wichtiges Werkzeug bei Fibromyalgie und Fatigue.
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- Perimenopause
- Wechseljahre & Hormone
- Die Übergangsjahre vor der Menopause, in denen die Hormone schwanken. Oft beginnt sie schon Anfang oder Mitte vierzig, manchmal früher.
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- Progesteron
- Wechseljahre & Hormone
- Ein Hormon, das unter anderem Schlaf und innere Ruhe beeinflusst. In den Wechseljahren sinkt es oft früher als das Östrogen.
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R
- Regulation
- Nervensystem
- Die Fähigkeit des Nervensystems, Anspannung wieder herunterzufahren. Bei manchen dauert das länger oder braucht bewusste Hilfe.
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- Reizdarmsyndrom(Reizdarm)
- Körper & Belastung
- Ein empfindlicher Darm mit Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung, ohne dass sich eine Entzündung oder Schädigung findet.
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- Reizfilterschwäche
- Neurodivergenz
- Das Gehirn sortiert Nebensächliches nicht zuverlässig aus. Das Gespräch am Nebentisch ist dann genauso laut wie das eigene.
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- Reizüberflutung
- Nervensystem
- Zu viel Licht, Lärm, Gerüche oder Menschen auf einmal. Das Gehirn kommt mit dem Sortieren nicht hinterher und schaltet auf Alarm.
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- Rejection Sensitive Dysphoria(RSD, Zurückweisungsempfindlichkeit)
- Neurodivergenz
- Eine sehr starke Reaktion auf Kritik oder vermutete Ablehnung. Ein kurzer Satz kann sich anfühlen wie ein Schlag in den Magen.
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S
- Scham
- Nervensystem
- Das Gefühl, nicht etwas falsch gemacht zu haben, sondern selbst falsch zu sein. Es macht klein und still und begleitet viele unsichtbare Beschwerden mit.
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- Shutdown
- Nervensystem
- Der stille Gegenpart zum Meltdown. Bei Überlastung fährt das System herunter, Sprechen und Reagieren werden schwer oder gehen gar nicht mehr.
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- Spätdiagnose
- Neurodivergenz
- Eine Diagnose wie ADHS oder Autismus erst im Erwachsenenalter. Oft nach Jahren des Anpassens und vieler falscher Erklärungen.
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- Stimming
- Neurodivergenz
- Sich selbst beruhigende Bewegungen oder Geräusche, etwa Schaukeln, Tippen oder Rubbeln. Hilft dem Nervensystem, Reize zu sortieren.
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T
- Tender Points
- Körper & Belastung
- Bestimmte druckempfindliche Punkte am Körper, die früher zur Diagnose von Fibromyalgie herangezogen wurden.
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U
- Unmasking
- Neurodivergenz
- Das bewusste Ablegen der Maske an sicheren Orten. Nicht das komplette Abschaffen des Anpassens, sondern das Dosieren: Wo darf ich einfach so sein, wie ich bin?
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V
- Vagusnerv
- Nervensystem
- Ein großer Nerv, der Körper und Gehirn verbindet und unter anderem bei Beruhigung und Verdauung mitspielt.
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W
- Window of Tolerance(Belastungsfenster)
- Nervensystem
- Der Bereich, in dem wir Belastung noch verarbeiten können. Darüber wird es zu viel, darunter zu wenig, beides kann in Meltdown oder Shutdown münden.
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Z
- Zeitblindheit(Time Blindness)
- Neurodivergenz
- Zeit fühlt sich nicht wie eine Linie an, sondern wie „jetzt“ und „nicht jetzt“. Termine und Übergänge fallen deshalb oft schwer.
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- Zentrale Sensibilisierung
- Nervensystem
- Das Nervensystem dreht die Lautstärke für Schmerzsignale hoch. Reize, die sonst kaum stören, tun dann deutlich weh.
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Die Erklärungen sind bewusst einfach gehalten und ersetzen keine ärztliche Einschätzung.
Fachbegriffe kurz und einfach erklärt
gehirnnebel.bibi-by-ki.com
ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung)
Ein Gehirn, das Aufmerksamkeit, Antrieb und Reize anders reguliert. Nicht zu wenig Konzentration, sondern eine, die sich schlecht nach Plan einschalten lässt.
Arbeitsgedächtnis
Der kleine Notizblock im Kopf, auf dem wir Dinge kurz festhalten. Bei ADHS ist er oft schneller voll und vergisst leichter, was gerade noch drauf stand.
Asthma
Die Atemwege reagieren empfindlich und verengen sich zeitweise. Das Atmen fühlt sich dann eng an, oft begleitet von Husten oder einem pfeifenden Geräusch.
AuDHS
Wenn Autismus und ADHS gleichzeitig da sind. Zwei Bedürfnisse, die sich manchmal widersprechen: Routine und Ruhe auf der einen Seite, Neues und Reize auf der anderen.
Aura
Vorübergehende Wahrnehmungsstörungen vor oder während einer Migräne, etwa flimmernde Zacken, Lichtblitze oder Kribbeln. Sie vergehen meist innerhalb einer Stunde wieder.
Body Doubling
Es fällt leichter, etwas zu tun, wenn ein anderer Mensch einfach dabei ist. Nicht als Kontrolle, sondern als ruhiger Anker.
Brain Fog (Gehirnnebel, Hirnnebel)
Der englische Begriff für Gehirnnebel: das Gefühl, durch Watte zu denken. Wörter fehlen, Gedanken reißen ab, Konzentration fühlt sich zäh an.
Chronisch
Beschreibt Beschwerden, Schmerzen oder Erkrankungen, die nicht nach wenigen Tagen wieder verschwinden, sondern über Monate, Jahre oder dauerhaft bleiben, oft in Wellen mit besseren und schlechteren Phasen. Das Gegenteil von akut.
Dissoziation
Ein Schutzmodus, in dem man sich wie neben sich stehend fühlt. Die Umgebung wirkt fern oder unwirklich, weil das Gehirn gerade auf Abstand geht.
Dopamin
Ein Botenstoff im Gehirn, der unter anderem bei Antrieb und Belohnung mitspielt. Bei ADHS wird er anders verarbeitet, deshalb fällt Anfangen bei langweiligen Aufgaben so schwer.
Exekutive Dysfunktion
Wenn Planen, Anfangen, Umschalten und Dranbleiben nicht zuverlässig funktionieren. Man weiß, was zu tun ist, kommt aber nicht in die Umsetzung.
Fatigue
Eine tiefe Erschöpfung, die mit normaler Müdigkeit wenig zu tun hat. Schlaf allein bringt die Kraft oft nicht zurück.
Fibromyalgie
Lang anhaltende Schmerzen an vielen Stellen im Körper, oft zusammen mit Erschöpfung und schlechtem Schlaf. Die Schmerzverarbeitung im Nervensystem ist dabei verstärkt.
Gehirnnebel (Brain Fog)
Das Gefühl, durch Watte zu denken. Wörter fehlen, Gedanken reißen ab, Konzentration fühlt sich zäh an. Kann viele Ursachen haben, zum Beispiel Hormone, Schlafmangel oder Erschöpfung.
Hitzewallungen
Plötzliche Hitzeschübe, oft mit Erröten und Schwitzen. Ein bekanntes Begleitbild der Wechseljahre, das auch den Schlaf stören kann.
Hormonersatztherapie (HET)
Die ärztlich begleitete Gabe von Hormonen in den Wechseljahren. Ob sie infrage kommt, ist immer eine individuelle Entscheidung mit der Ärztin oder dem Arzt.
Hyperfokus
Wenn etwas so spannend ist, dass Zeit, Hunger und Umgebung verschwinden. Die andere Seite derselben Aufmerksamkeitsregulation, die sonst so schwer anspringt.
Interozeption
Die Wahrnehmung von innen: Hunger, Durst, Müdigkeit, Herzklopfen. Bei manchen ist dieses Signal leiser oder schwerer zu deuten.
Masking (Camouflaging, Maskieren)
Das ständige Anpassen nach außen, um nicht aufzufallen. Funktioniert oft erstaunlich gut und kostet dafür erstaunlich viel Kraft.
Meltdown
Ein Zusammenbruch nach außen, wenn das Nervensystem überläuft. Weinen, Schreien oder Wut, die nicht steuerbar sind. Kein Trotz, sondern Überlastung.
Menopause
Der Zeitpunkt der letzten Regelblutung. Rückblickend festgestellt, wenn zwölf Monate lang keine mehr kam.
Neurodivergenter Burnout
Eine tiefe Erschöpfung nach Jahren des Anpassens und Funktionierens. Fähigkeiten, die sonst klappten, gehen zeitweise verloren, und Erholung braucht oft viel länger als bei gewöhnlicher Müdigkeit.
Neurodivergenz
Ein Sammelbegriff für Gehirne, die anders arbeiten als die Mehrheit, zum Beispiel bei ADHS oder Autismus. Anders heißt nicht kaputt.
Neurotypisch
Der unauffällige Name für Gehirne, die so funktionieren, wie es die Mehrheit erwartet. Der Maßstab, an dem Neurodivergente oft gemessen werden.
Östrogen
Ein Hormon, das weit mehr als den Zyklus beeinflusst, auch Stimmung, Schlaf und Denken. Sinkt es in den Wechseljahren, können sich auch ADHS Beschwerden verstärken.
Pacing
Die eigene Kraft bewusst einteilen, statt alles an guten Tagen zu verbrauchen. Ein wichtiges Werkzeug bei Fibromyalgie und Fatigue.
Perimenopause
Die Übergangsjahre vor der Menopause, in denen die Hormone schwanken. Oft beginnt sie schon Anfang oder Mitte vierzig, manchmal früher.
Progesteron
Ein Hormon, das unter anderem Schlaf und innere Ruhe beeinflusst. In den Wechseljahren sinkt es oft früher als das Östrogen.
Regulation
Die Fähigkeit des Nervensystems, Anspannung wieder herunterzufahren. Bei manchen dauert das länger oder braucht bewusste Hilfe.
Reizdarmsyndrom (Reizdarm)
Ein empfindlicher Darm mit Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung, ohne dass sich eine Entzündung oder Schädigung findet.
Reizfilterschwäche
Das Gehirn sortiert Nebensächliches nicht zuverlässig aus. Das Gespräch am Nebentisch ist dann genauso laut wie das eigene.
Reizüberflutung
Zu viel Licht, Lärm, Gerüche oder Menschen auf einmal. Das Gehirn kommt mit dem Sortieren nicht hinterher und schaltet auf Alarm.
Rejection Sensitive Dysphoria (RSD, Zurückweisungsempfindlichkeit)
Eine sehr starke Reaktion auf Kritik oder vermutete Ablehnung. Ein kurzer Satz kann sich anfühlen wie ein Schlag in den Magen.
Scham
Das Gefühl, nicht etwas falsch gemacht zu haben, sondern selbst falsch zu sein. Es macht klein und still und begleitet viele unsichtbare Beschwerden mit.
Shutdown
Der stille Gegenpart zum Meltdown. Bei Überlastung fährt das System herunter, Sprechen und Reagieren werden schwer oder gehen gar nicht mehr.
Spätdiagnose
Eine Diagnose wie ADHS oder Autismus erst im Erwachsenenalter. Oft nach Jahren des Anpassens und vieler falscher Erklärungen.
Stimming
Sich selbst beruhigende Bewegungen oder Geräusche, etwa Schaukeln, Tippen oder Rubbeln. Hilft dem Nervensystem, Reize zu sortieren.
Tender Points
Bestimmte druckempfindliche Punkte am Körper, die früher zur Diagnose von Fibromyalgie herangezogen wurden.
Unmasking
Das bewusste Ablegen der Maske an sicheren Orten. Nicht das komplette Abschaffen des Anpassens, sondern das Dosieren: Wo darf ich einfach so sein, wie ich bin?
Vagusnerv
Ein großer Nerv, der Körper und Gehirn verbindet und unter anderem bei Beruhigung und Verdauung mitspielt.
Window of Tolerance (Belastungsfenster)
Der Bereich, in dem wir Belastung noch verarbeiten können. Darüber wird es zu viel, darunter zu wenig, beides kann in Meltdown oder Shutdown münden.
Zeitblindheit (Time Blindness)
Zeit fühlt sich nicht wie eine Linie an, sondern wie „jetzt“ und „nicht jetzt“. Termine und Übergänge fallen deshalb oft schwer.
Zentrale Sensibilisierung
Das Nervensystem dreht die Lautstärke für Schmerzsignale hoch. Reize, die sonst kaum stören, tun dann deutlich weh.
Einfache Erklärungen zur Orientierung, kein Ersatz für eine ärztliche Einschätzung.

